50 Jahre Verwaltungsakademie des Bundes

Im Jahr 1976 starten die ersten Lehrgänge an der Verwaltungsakadmie des Bundes

Bruno Kreisky verteilt Diplome an Absolventen der Verwaltungsakademie, 1978
Bruno Kreisky verteilt Diplome an Absolventen der Verwaltungsakademie, 1978

Im Oktober 1976 beginnen im Schloss Laudon im 14. Wiener Gemeindebezirk die ersten berufsbegleitenden Kurse und Lehrgänge an der neu gegründeten Verwaltungsakademie des Bundes. Auf Empfehlung der von Bundeskanzler Bruno Kreisky eingesetzten Verwaltungsreformkommission soll die neue Aus- und Weiterbildungsstätte den öffentlichen Dienst dabei unterstützen, die Herausforderungen des technischen, wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Fortschritts zu bewältigen. Ein wichtiges Anliegen ist es zudem, das sogenannte „Juristenmonopol“ im öffentlichen Dienst aufzubrechen.

Die Grundausbildung für die Verwendungsgruppe A dauert in der Anfangszeit zwischen vier und neun Wochen. Während dieser Zeit gelten die Teilnehmenden als der VAB dienstzugeteilt. Für auswärtige Teilnehmerinnen und Teilnehmer stehen Übernachtungsmöglichkeiten im ehemaligen Hotel Schloss Laudon zur Verfügung; sogar Kinderbetreuungsplätze werden während der Lehrgänge angeboten. Erster Direktor der VAB ist Dr. Alfred Bernfeld, später folgen Univ.Prof. Dr. Theo Öhlinger und Dr. Walter Dohr.

Kursliste aus 1978
Aushang des Kursangebotes der VAB aus dem Jahr 1977

Um die Jahrtausendwende ist die gesetzliche Grundlage – das Verwaltungsakademiegesetz von 1975 – in die Jahre gekommen. Es sieht nicht nur einen verwaltungstechnisch aufwendigen Behördenstatus für die VAB vor, sondern auch wissenschaftliche Strukturen, die die in sie gesetzten Erwartungen nicht erfüllen können. Daher wird die VAB 2002 im Zuge der Verwaltungsreform als Abteilung III/6 in das Bundeskanzleramt eingegliedert und zuerst von Mag. Klaus Hartmann und nun von Mag.a Petra Dietrich, BA geleitet.

In den vergangenen fünf Jahrzehnten hat sich die Verwaltungsakademie des Bundes stetig weiterentwickelt und zahlreiche Veränderungen erlebt. Heute ist sie eine moderne und leistungsfähige Bildungseinrichtung, die jährlich mehr als 23.000 Besuche verzeichnet.

Im Jubiläumsjahr 2026 möchten wir auf 50 Jahre Bildungsarbeit zurückblicken und wichtige Meilensteine der Geschichte der Verwaltungsakademie würdigen. So steht eine kleine Ausstellung im Seminarbereich mit Informationen und Fundstücken bereit. Zudem wird im Dezember eine Veranstaltung mit Wegbegleitern und Wegbegleiterinnen der VAB stattfinden. Alle weiteren Informationen dazu werden in nächste Zeit auf der Webseite der VAB bekanntgegeben.

Ein Hinweis in eigener Sache

Haben Sie als ehemalige Lehrende, Teilnehmende oder Mitarbeitende noch alte Bilder, besondere Fundstücke oder schöne Anekdoten aus der Geschichte der Verwaltungsakademie? Dann würden wir uns ganz besonders freuen, von Ihnen zu hören!

Vielleicht schlummern bei Ihnen noch Erinnerungen, die einen wertvollen Beitrag dazu leisten können, die Geschichte der Verwaltungsakademie lebendig zu halten. Teilen Sie Ihre Fundstücke und Geschichten gerne mit uns – wir freuen uns über jede Kontaktaufnahme!

Ihre Ansprechperson:
Mag.a Esther Mandl
50jahrevab@bka.gv.at
+43 664 8467041