She goes AI - Frauen, KI und Fairness in der Verwaltung
Mit der Weiterbildungsveranstaltung „She goes AI – Frauen, KI und Fairness in der Verwaltung“ widmete sich die Verwaltungsakademie des Bundes einem zentralen Zukunftsthema
„Künstliche Intelligenz ist eine Zukunftstechnologie, der wir uns nicht verschließen dürfen – und vor allem: die alle mitgestalten sollen. Mit She goes AI schaffen wir mehr Chancen für Frauen, sich aktiv in die KI-Welt einzubringen. Damit erhöhen wir nicht nur die digitale Kompetenz, sondern auch die Innovationskraft unseres Landes. Wir setzen einen klaren Schwerpunkt auf Gleichberechtigung in der digitalen Welt – damit Frauen zu aktiven Anwenderinnen werden und als Mitgestalterinnen von Technologie in Wissenschaft und Forschung sichtbar sind.“
She goes AI – Frauen, KI und Fairness in der Verwaltung
Die Veranstaltung „She goes AI – Frauen, KI und Fairness in der Verwaltung“ befasst sich mit der Rolle von Frauen in der Entwicklung, Nutzung und Gestaltung von KI sowie deren Auswirkungen auf Arbeitswelt, Verwaltung und gesellschaftliche Fairness.
Die Veranstaltung fand im Rahmen der Initiative „She goes AI“ aus dem Regierungsprogramm statt und brachte Expertinnen aus Forschung und Praxis mit Bediensteten der öffentlichen Verwaltung zusammen. Neben fachlichen Inputs stand insbesondere auch die Vernetzung der Teilnehmenden im Mittelpunkt.
Organisiert wurde das Weiterbildungsformat des Bundeskanzleramts von der Digitalen Kompetenzoffensive (DKO) der Sektion VII – Digitalisierung und E-Government in Kooperation mit der Verwaltungsakademie des Bundes in der Sektion III – Öffentlicher Dienst und Verwaltungsinnovation.
Beide Themenbereiche, öffentlicher Dienst und Digitalisierung, fallen in den Zuständigkeitsbereich von Staatssekretär Alexander Pröll, der damit zentrale Rahmenbedingungen für Initiativen an der Schnittstelle von Verwaltung und digitaler Transformation gestaltet.
Den fachlichen Auftakt gestaltete Julia Eisner, Researcher und Lecturer an der FH Wiener Neustadt sowie Vizepräsidentin von Women in AI Austria, mit einem Überblick über aktuelle Daten zu Frauen und KI in Österreich. Viele Menschen schätzen ihr Wissen über KI noch als gering ein. Gleichzeitig zeigen Studien Unterschiede in der Selbsteinschätzung zwischen Frauen und Männern. Nur 29 Prozent der Frauen beurteilen ihre KI-Kenntnisse als hoch oder sehr hoch, bei Männern sind es 41 Prozent. Auch bei der Nutzung von KI-Werkzeugen gibt es Unterschiede. Frauen setzen KI-Tools am Arbeitsplatz laut Studien seltener ein als Männer im gleichen Beruf. Gründe dafür reichen von fehlendem Wissen über verfügbare Anwendungen bis hin zu rechtlichen oder datenschutzbezogenen Fragen.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf den möglichen Auswirkungen von KI auf den Arbeitsmarkt. Analysen zeigen, dass viele Tätigkeiten in Büro- und Verwaltungsberufen ein hohes Automatisierungspotenzial aufweisen. In diesen Berufsfeldern sind Frauen überdurchschnittlich vertreten. Gleichzeitig nutzen sie KI in der Praxis derzeit seltener.
Im weiteren Verlauf der Veranstaltung wurde auch das Thema Bias in KI-Systemen behandelt. Algorithmen können bestehende gesellschaftliche Muster übernehmen, wenn Trainingsdaten einseitig sind oder bestimmte Gruppen in der Entwicklung von Technologien wenig vertreten sind. Beispiele aus der Praxis verdeutlichten, wie solche Verzerrungen entstehen können und warum ein bewusster Umgang mit KI wichtig ist.
Für die öffentliche Verwaltung ist diese Auseinandersetzung besonders relevant. Sie genießt in Österreich ein hohes Vertrauen in der Bevölkerung. Umso wichtiger ist ein verantwortungsvoller Einsatz neuer Technologien. Weiterbildungsangebote wie „She goes AI“ leisten dazu einen wichtigen Beitrag und unterstützen Bedienstete dabei, die digitale Transformation der Verwaltung kompetent mitzugestalten und sich über Ressortgrenzen hinweg zu vernetzen.