Geschichte der Verwaltungsakademie des Bundes Seit 50 Jahren begleitet die Verwaltungsakademie des Bundes die Entwicklung des österreichischen öffentlichen Dienstes. Die Geschichte der Verwaltungsakademie erzählt daher auch vom gesellschaftlichem und technologischem Wandel und von immer wieder neuen Anforderungen an Staat und Verwaltung.
Die Gründung der Verwaltungsakademie
Sowohl ÖVP als auch SPÖ forderten bereits in den 1960er Jahren die Gründung einer Verwaltungsakademie für den öffentlichen Dienst. In der Kritik stand zu der Zeit die „Überfüllung von gehobenen Bundesdienststellen mit Juristen“ (Die Furche 19.4.1970). Ein konkreter Gesetzesentwurf auf Vorschlag der Verwaltungsreformkommission von Bundeskanzler Josef Klaus (ÖVP) ging 1970 in Begutachtung, wurde allerdings erst 1975 unter Bundeskanzler Bruno Kreisky (SPÖ) umgesetzt. Der ÖVP-Gesetzesentwurf (aus 1969) sah eine enge Zusammenarbeit mit juristischen Fakultäten vor; der SPÖ Entwurf sah hingegen nahezu ausschließlich nichtjuristisches Lehrpersonal vor.
1975 trat des Verwaltungsakademiegesetz trat in Kraft. Die neu gegründete Einrichtung sollte den öffentlichen Dienst bei "der Bewältigung des technischen, wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Fortschritts unterstützen" (Regierungserklärung vom 5. November 19711).
Die leitenden Prinzipien einer künftigen Verwaltungsakademie sollten: die Freiwilligkeit und allgemeine Zugänglichkeit, die Gründliche, praxisorientierte Ausbildung und Vertiefung der Kenntnisse von bereits im Dienst stehenden Beamtinnen und Beamten und die Verbesserung der Aufstiegschancen für tüchtige Beamte sein. Das Verwaltungsakademiegesetz definierte dafür vier zentrale Aufgaben, die sich bis heute nur wenig verändert haben: die Grundausbildung von Bundesbediensteten, die Ausbildung für den Aufstieg in höhere Verwendungen, die berufsbegleitende Fortbildung sowie die Schulung von Führungskräften. 1976 begann der Lehrbetrieb im Schloss Laudon. Erster Direktor der Verwaltungsakademie wurde Dr. Alfred Bernfeld.
Die Verwaltungsakademie in den ersten Jahren
Die VAB war als unselbstständige Bundesanstalt organisiert. Die Kurse wurden im Amtsblatt der Wiener Zeitung veröffentlicht und die Zulassung dazu erfolgte im Rahmen eines Verwaltungsverfahrens mittels Bescheid. Für die berufsbegleitende Fortbildung war damals eine mindestens fünfjährige Berufspraxis im öffentlichen Dienst Voraussetzung. Da die Gundausbildungslehrgänge bis zu 10 Wochen2 dauerten, waren die Teilnehmenden während der Kursdauer der Verwaltungsakademie dienstzugeteilt.
Ein besonderes Merkmal der frühen VAB war die enge Verbindung von Ausbildung und Aufenthalt. Da Lehrgänge teilweise über längere Zeiträume dauerten, konnten Teilnehmer im Schloss Laudon auch übernachten. Selbst die Mitnahme von Kindern war möglich: Gegen einen Aufpreis von 75 Schilling pro Nacht konnten Kinder während der Kursdauer mitgebracht werden. Für ihre Betreuung stand ein nahegelegener Kindergarten zur Verfügung.
Schloss Laudon – ein besonderer Ort für die VAB
Mit dem Beginn des Lehrbetriebs im Jahr 1976 wurde Schloss Laudon zum prägenden Standort der Verwaltungsakademie. Das Schloss hatte zu diesem Zeitpunkt bereits eine bewegte Geschichte hinter sich. Von 1962 bis 1975 war es ein Fünf-Sterne-Luxushotel im Besitz des Konsuls Alfred Weiss. Allein im Jahr 1971 verzeichnete das Hotel mehr als 14.000 Übernachtungen. Rund 80 Prozent der Gäste kamen aus den USA, weitere 19 Prozent aus Deutschland.
Zum Hotel gehörte damals auch ein umfangreicher Bauernhofbetrieb mit zwölf Kühen, zahlreichen Schweinen und bis zu 2.000 Hühnern. Der landwirtschaftliche Betrieb diente nicht in erster Linie der Selbstversorgung, sondern sollte den Gästen ein besonderes „Land-Feeling“ vermitteln – und das nur wenige Kilometer vom Wiener Stephansplatz entfernt.
Auch das Freizeitangebot war außergewöhnlich. Im Schlosspark befanden sich ein Sportzentrum mit Schwimmbad und Sauna, eine Kegelbahn und mehrere Tennisplätze. Ein eigener Pferdestall bot die Möglichkeit zu Ausritten im Schlosspark und in den Wienerwald. Im Winter konnten die Gäste auf dem zugefrorenen Schlossteich Eislaufen oder mit dem Pferdeschlitten fahren.
Ab 1976 wurde Schloss Laudon an die Republik Österreich vermietet und von der Verwaltungsakademie genutzt. Die vorhandenen Übernachtungsmöglichkeiten waren für die VAB von besonderer Bedeutung, da die Lehrgänge teilweise längere Aufenthalte erforderten.
Lernen im historischen Ambiente
Das Schloss bot nicht nur eine außergewöhnliche Atmosphäre, sondern auch eine Vielzahl an Räumlichkeiten für die Bildungsarbeit. Zum Schloss gehörten unter anderem der Freskensaal für bis zu 100 Personen, sieben Seminarräume, eine Bibliothek, fünf Gruppenräume.3
Das Schlossareal umfasste einen rund acht Hektar großen Schlosspark mit Schlossteich sowie zahlreiche Nebengebäude. Dazu gehörten unter anderem das Restaurant „Alte Mühle“, eine Park- und eine Teichdependance, ein Sportzentrum, ein Personalwohnhaus und Stallgebäude. Ab 1998 kam mit dem Oktogon ein weiterer Gebäudetrakt hinzu.
Eine besondere Bedeutung hatte der Freskensaal. Die dort befindlichen Fresken des Rokokomalers Johann Baptist Wenzel Bergl waren ursprünglich in Schloss Donaudorf angebracht. Als dieses Schloss 1955 im Zusammenhang mit dem Bau des Kraftwerks Ybbs-Persenbeug gesprengt wurde, konnten die Fresken gerettet werden. In einem aufwendigen Spezialverfahren wurden sie abgetragen, in insgesamt 943 Teile zerlegt und 1963 in den Festsaal von Schloss Laudon übertragen. Die Berglfresken umfassen eine Gesamtfläche von 276 Quadratmetern.
Neue Aufgaben in den 1980er- und 1990er-Jahren
In den 1980er und 1990 Jahren wuchsen die Aufgaben der Verwaltungsakademie, vor allem mit dem EU-Beitritt Österreichs 1995 und der Ratspräsidentschaft 1998. Es kam daher zu mehreren Standorterweiterungen. Die Grundausbildung wurde teilweise an zusätzliche Standorte verlagert, darunter die Herrengasse 23, der Judenplatz 6 und die Wallnerstraße 23. Ab 1997 kam außerdem eine Dependance in der Geblergasse hinzu, die zehn Seminarräume und 60 Zimmer für Übernachtungen umfasste8.
Auch am Standort Schloss Laudon wurde erweitert. Im Jahr 1996 verlängerten Bundeskanzler Franz Vranitzky und VAB-Direktor sowie Sektionschef Walter Dohr den Mietvertrag für Schloss Laudon um 26 Jahre. Damit verbunden war ein wechselseitiger Kündigungsverzicht. Das schuf die Grundlage für den Bau des „Oktogon“ als Superädifikat auf dem Schlossgelände.
Inhaltlich wurde mit der "Europaakademie" der Schwerpunkt auf Europa und Sprachen gelegt. So sollten die Beamtinnen und Beamten auf die neuen Herausforderungen und wachsende Internationalität vorbereitet werden. Von 1993 bis 1997 gab es an der Europaakademie einen hochschulisch anerkannten postgradualen Lehrgang zur europäischen Integration. Geleitet wurde sie von Univ.-Prof. Reiner Buchegger.
Wissenschaft und Aufstiegskurse
Das Verwaltungsakademiegesetz von 1975 enthielt neben den Ausbildungsaufgaben auch einen wissenschaftlichen Auftrag. Die VAB sollte "Entwicklungen in der Verwaltung beobachten, systematisch erfassen und die daraus gewonnenen Erkenntnisse für ihre Ausbildungstätigkeit nutzbar machen"5. Es gab hauptberufliche Vortragende mit universitärer Lehrbefugnis, die von wissenschaftlichen Mitarbeiter:innen unterstützt wurden.
Zum wissenschaftlichen Personal und zu den Vortragenden der VAB gehörten im Laufe der Jahre zahlreiche Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Politik und Verwaltung, darunter Alexander Van der Bellen, Christoph Badelt, Gerda Falkner, Katharina Cortolezis-Schlager, Heinz Meyer, Herbert Haller, Jutta Menschik-Bendele und Clemens Jabloner.
Eine weitere gesetzlich festgelegte Aufgabe der VAB war außerdem der sogenannte Aufstiegskurs. Er wurde von 1976 bis 2002 angeboten und erstreckte sich über drei Semester. Ziel war es, besonders qualifizierten Beamtinnen und Beamten den Aufstieg in höhere Verwendungsgruppen zu ermöglichen. Der Abschluss war dienstrechtlich einem Hochschlabschluss gleichgestellt und entsprach einem juristischen oder wirtschaftswissenschaftlichen Studium.4
Von 1989 bis 1996 leitete Verwaltungswissenschaftler Univ.-Prof. Theo Öhlinger die VAB und veröffentlichte die Schriftenreihe „Verwaltungswissenschaftlichen Studien der Verwaltungsakademie des Bundes“. Dazu gehörten Arbeiten zu Personalentwicklung und Personalmanagement in der öffentlichen Verwaltung, zur europäischen Integration, zum öffentlichen Dienst zwischen Tradition und Reform, zu Menschenrechten und zum Verhältnis von Psychoanalyse und Recht.
Der wissenschaftliche Anspruch, der mit dem Verwaltungsakademiegesetz intendiert war, konnte allerdings nicht überzeugend umgesetzt werden. Direktor Öhlinger beschrieb die Verwaltungsakademie in den 1990er-Jahren vor allem als „Serviceeinrichtung“ und verwies auf die Spannung zwischen diesem Selbstverständnis und der gesetzlichen Konzeption1. Und schließlich stellte der Rechnungshof in seinem Bericht aus dem Jahr 2001 aufgrund der geringen Zahl an Publikationen fest, dass die VAB keine systematische Forschungstätigkeit betrieb und dass ihre Organisations- und Personalstruktur reformbedürftig sei.
Reform und Neuordnung ab 2000
Um die Jahrtausendwende stand die Verwaltungsakademie daher vor einer grundlegenden organisatorischen Veränderung. Im Zuge der Deregulierungsgesetze der ersten ÖVP/FPÖ-Regierung wurde das Verwaltungsakademiegesetz von 1975 mit 31. Dezember 2002 aufgehoben. Die rechtliche Grundlage bildete nun das Beamtendienstrechtsgesetz 1979, das die dienstliche Ausbildung als Instrument der Personal- und Verwaltungsentwicklung definierte. Somit war die VAB keine Behörde mehr und aufwendige Verwaltungsverfahren für die Kurszulassung somit Geschichte.
Der Rechnungshof hatte 2001 zudem die Vielzahl an Standorten und deren geringe Auslastung von nur rund 40 Prozent kritisiert.7 Als Folge wurde die VAB als „Zentrum für Verwaltungsmanagement“ in die Sektion für öffentlichen Dienst ins Bundeskanzleramt eingegliedert. Die Abteilungsleitung übernahm Mag. Klaus Hartmann.
Im Zuge der Neuorganisation wurde der Grundausbildungs-Standort Geblergasse aufgelassen und die Grundausbildung teilweise an die jeweiligen Ressorts ausgelagert.8 Die geblockten Lehrgänge wurden in ein modulares System mit Wahlmöglichkeiten geändert. Das Zentrum für Verwaltungsmanagement konzentrierte sich stärker auf die berufsbegleitende Fortbildung.
Schloss Laudon in einer neuen Rolle
Mit der organisatorischen Neuausrichtung veränderte sich auch die Nutzung von Schloss Laudon. Der Standort galt aufgrund der hohen Kosten für Unterbringung und Verpflegung sowie der geringen Auslastung als unwirtschaftlich. Ab 2003 wurde das Schloss daher auch für private Veranstaltungen vermietet.
Das Oktogon erhielt ebenfalls neue Nutzungen. Von 2004 bis 2008 war es an die IMADEC Private University GmbH vermietet. Anschließend wurde es vom Studiengang Public Management der FH Campus Wien genutzt.8
Trotz dieser Veränderungen blieb Schloss Laudon auch für die öffentliche Verwaltung ein wichtiger Veranstaltungsort. Während der österreichischen EU-Ratspräsidentschaft 2006 fanden dort beispielsweise Treffen europäischer Verwaltungsakademien statt. Das historische Ambiente des Schlosses wurde dabei für Veranstaltungen im europäischen Kontext genutzt.
Die Verwaltungsakademie des Bundes ab 2008
Ab 2008 wurde die Verwaltungsakademie des Bundes wieder stärker als eigenständige Bildungsmarke sichtbar. Im Jahr 2009 wurde sie unter Bundeskanzler Werner Faymann erneut im Beamtendienstrechtsgesetz 1979 verankert. Mit der 2. Dienstrechts-Novelle 2009, BGBl. I Nr. 153/2009, fand die VAB Eingang in das Beamtendienstrecht; 2010 wurde sie erstmals ausdrücklich in § 34 BDG genannt.
Das Aufgabenspektrum war nun deutlich auf moderne Personal- und Verwaltungsentwicklung ausgerichtet. Zu den Schwerpunkten gehörten ressortübergreifende Managementtrainings sowie Programme zur Personalentwicklung. Inhaltlich wurden unter anderem Genderkompetenz, Work-Life Balance, E-Government und Ressourcenmanagement aufgegriffen.
Auch die organisatorische Zuordnung der VAB veränderte sich im Laufe der Zeit mehrfach. Nach dem BMÖLS und dem Bundeskanzleramt gehörte die VAB ab 2008 zum damaligen Bundesministerium für Frauen und öffentlichen Dienst. Danach folgten erneut das Bundeskanzleramt, das BMÖDS, das BMKÖS und seit 2025 wieder das Bundeskanzleramt.
Wachstum und Professionalisierung
Zahlenmäßige Entwicklungen der vergangenen 50 Jahre sind schwer zu erheben und zu vergleichen und bedürften einer tieferen Analyse. Im Jahr 1996 besaß die VAB einen Personalstand von 44 VZÄ (inkl. freie Dienstverträge für das Facility Management im Schloss), bei 5442 Kursteilnehmenden. Allerdings waren viele der Kurse mehrtägig und mehrwöchig. Im Jahr 2011 bestand das Team nur mehr aus 16 Mitarbeiter (allerdings ohne das "Schlosspersonal"), organisierte rund 570 Seminare an denen insgesamt etwa 8.300 Personen teilnahmen (davon 58 Prozent Frauen).
2025 besteht das Team aus 22 Mitarbeitenden (exkl. 2 Support Servicekräften). Die Zahl der Besucher lag bei rund 23.300 (Tagesbesucher), davon mehr als 60% Frauen, bei ca. 600 Kursen.
Vom gedruckten Kursprogramm zur digitalen Bildungswelt
Auch die Kommunikation und Organisation der Bildungsangebote veränderte sich grundlegend. Über Jahrzehnte, bis ins Jahr 2017, erschien das Kursprogramm der VAB als gedrucktes Programm. Erst danach wurde es ausschließlich über die Website und das Elektronische Bildungsmanagement bereitgestellt.6
Verwaltungsakademie Neu
Das Auslaufen des langjährigen Mietvertrags mit Schloss Laudon wurde zum Ausgangspunkt für umfassende Modernisierungen. So begann in den Jahren 2022 und 2023 begann schließlich eine weitere wichtige Phase in der Geschichte der VAB: die „Verwaltungsakademie Neu“.
Dazu gehörten der Wechsel an einen neuen Standort, die inhaltliche Neuausrichtung des Programms und die Neugestaltung der Grundausbildung. Mit dem neuen Standort verbunden waren eine moderne räumliche Ausstattung, eine zentralere Lage und eine Neuordnung des Bildungsprogramms. Die VAB definierte ihre Zielgruppen und Themenfelder neu und entwickelte neue Lernformate, insbesondere im Bereich Digitalisierung, Führungskräfteausbildung und Communities of Practice. Im Mai 2022 übernahm erstmals eine Frau die Leitung der VAB Mag.a Petra Dietrich, BA
Die Grundausbildung NEU wurde gemeinsam mit den teilnehmenden Ressorts entwickelt und startete am 1. Jänner 2023, die ersten elektronischen Prüfungen folgten im Februar. Ende Jänner 2024 übersiedelte die VAB mit dem gesamten Seminarbetrieb und allen Mitarbeitenden auf den Rennweg 97-99, am 5. Februar startete dort der Kursbetrieb. Das Schloss Laudon wurde bis Ende Februar geräumt.
Modernisiert wurde auch der Webauftritt der VAB, erstamal auf einer eigenständigen Webseite, auf der das Bildungsprogramm nun tagesaktuell eingebunden ist. Auch andere neue Initiativen wurden gestartet, wie der Girls’ Day und das Netzwerk der Akademien.
50 Jahre VAB
Von akademischen Bestrebungen und wissenschaftlichen Strukturen hat sich die VAb in eine breite, moderne und inhaltlich wandelbare Einrichtung entwickel. Immer wieder wurden inhaltliche Akzente gesetzt, mit Themen, die die den Staat und die Verwaltung herausforderten: europäische Integration, Public Management, E-Government, Genderkompetenzen, Personalentwicklung bis hin zu Digitalisierung und KI. So zeigt die Geschichte der vergangenen 50 Jahre, dass auch Verwaltungsbildung vor allem eines braucht: die Bereitschaft, sich kontinuierlich weiterzuentwickeln und auf neue Anforderungen zu reagieren.
Weitere Informationen
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1: In Öhlinger (1993) „Der öffentliche Dienst zwischen Tradition und Reform"
2: Die Grundausbildung für die Verwendungsgruppe A (Rechtskundige) dauerte zehn Wochen, ergänzt durch einen dreiwöchigen Wiederholungslehrgang. Im Gegensatz dazu umfasste die Grundausbildung für die Verwendungsgruppe C zwei Wochen sowie einen einwöchigen Wiederholungslehrgang.
3: Auch die Seminarräume selbst trugen zum besonderen Charakter des Standorts bei. Neben dem Freskensaal standen unter anderem die Bibliothek, das Sisi-Zimmer, die Räume Petersburg und Stockholm, das Uhrenzimmer, das Blumenzimmer, das Jagdzimmer und das Kaminzimmer zur Verfügung.
4:Die Voraussetzungen für die Teilnahme waren hoch. Neben der Matura waren eine mindestens zehnjährige Dienstzeit und der Nachweis besonderer Leistungen erforderlich. Im Laufe der Jahre wurden die Zulassungsvoraussetzungen allerdings mehrfach verändert. Erst die Dienstrechtsnovelle 2015 beendete diese Praxis: Aufstiegslehrgänge wurden eingestellt und die Gleichstellung mit einem Hochschulstudium ausgeschlossen.
5: Verwaltungsakademiegesetz 1975, §2
6: Amüsant ist dabei, dass die grundlegende Struktur der Kursblätter aus den ersten Kursen von 1978 bis zur heutigen digitalen Ausgabe kaum verändert hat. Weder Gestaltungselemente noch die Einführung der SAP Bildunsgdatenbank haben Konzept, Benennung und Aufbau beeinflussen können.
7: Nachtrag zum Tätigkeitsbericht des Rechnungshofes über das Verwaltungsjahr 2000 (Zu III-124 d.B.)
8: Gerlinde Nagl (2005) "Schloss Laudon - Die Nutzung als Schulungseinrichtung durch den Bund" (Projektarbeit)
Weitere Quellen:
Stephan Wieser (2023) "Konzept zur Revitalisierung des barocken Schlossareals Laudon".
Verwaltungswissenschaftliche Studien der Verwaltungsakademie des Bundes: „Personalmanagement: Personalentwicklung in der öffentlichen Verwaltung“ (1991)
Programmhefte und Broschüren der Verwaltungsakademie (1985 - 2017)
Reiner Buchegger (1992) „Europäische Integration und öffentliche Verwaltung“
Theo Öhlinger (1993) „Der öffentliche Dienst zwischen Tradition und Reform“
Manfred Nowak, Hg. (1994) „Europarat und Menschenrechte“
Eveline List (2000) „Psychoanalyse und Recht“