PF 102
Klimaschutz und Finanzsektor

Zielgruppe

Personen, die mit diesem Politikfeld befasst sind oder die sich für die Zusammenhänge zwischen Umweltschutz und Währungs- und Finanzsystem interessieren bzw. für dessen möglichen Beitrag zur Bewältigung der Klimakrise

Inhalt und Ziele

Das Finanz- und Währungssystem leistet seinen Beitrag zum Klimaschutz, indem es die angestrebte Umstellung des Energiesystems finanziert. Entscheidend dafür sind vor allem niedrige Zinsen, im Zusammenhang mit Regulierung, welche die Risiken der Investitionen in fossile Energien für Banken berücksichtigt. Niedrige Zinsen ermöglichen Investitionen in die Energiewende sowie in die Sanierung und Wärmedämmung des Wohnbaubestandes. Außerdem fördern sie die Wettbewerbsfähigkeit von Alternativenergien gegenüber fossilen Brennstoffen, da – vor allem bei Wind- und Solarenergie – hauptsächlich Kapitalkosten anfallen und die laufenden Kosten gering sind. Niedrigzinsen sind sozusagen ein Turbo für den Ausbau alternativer Energien.

In diesem Seminar geht es unter anderem um folgende Themen:

  • Niedrigzinsen als Turbo für Investitionen in alternative Energien (seit 2024 überwiegend gegenüber fossiler Energie) – Vorreiterrolle Chinas und später der EU, während die USA zurückfallen
  • Zusammenarbeit der Notenbanken in einem weltweiten Notenbank-Netzwerk (Green Finance)
  • CO2-Handelssystem der EU: Stärken und Schwächen im Vergleich zur CO2-Steuer, CBAM wirkte schon vor Einführung
  • EU-Standard-Setting
  • EU-Finanzierung für Klimainvestitionen
  • Arbeit der Task Force on Carbon Pricing in Europe – Kooperation mit China und den USA (seit Trump mit den einzelnen US-Bundesstaaten) bzw. mit dem UK
  • Grüner Marshallplan für Energiewende in Entwicklungs- und Schwellenländern
  • Rückzug der Finanzinvestoren aus dem fossilen Sektor (mit Gegenbewegung seit Trump): Versicherungen sind Vorreiter und kündigen Deckungen in diesem Bereich – Was sind die Auswirkungen?
  • Green Investment (insb. Green Bonds)
  • Öl- und Kohleindustrie in der Klimakrise als Risikobereiche für die Finanzmarktstabilität: Gefahr von „Stranded Investments“
  • ESG Investing: Investieren in Nachhaltigkeit (sozial, ökologisch und im Sinn von Good Governance), seit Trump ESG wieder weniger attraktiv
  • Hormuz-Sperre und Anstieg der Öl- und Gaspreise als massiver Anreiz für grüne Energien

Trainer

Mag. Franz Nauschnigg

Zeit und Ort

Seminarnummer:
PF 102
Trainingsform:
Präsenz
Dauer:
1 Tag(e) (8 Stunden)
Termin:
15.06.2027
Stundenplan:
09:00 - 17:00
Ort:
Verwaltungsakademie des Bundes

Organisation

Seminarleitung:
Sulik Anna, Mag.
Sekretariat:
Haag Nedeljka

Über den/die Trainer/in

Mag. Franz Nauschnigg

Experte für den internationalen Währungs- und Finanzsektor; Mitglied im Board der Task Force on Carbon Pricing in Europe; vormals Leiter der Abteilung für Integrationsangelegenheiten und Internationale Finanzorganisationen in der Oesterreichischen Nationalbank
Franz.Nauschnigg@smpfund.eu